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Klar kommunizieren trotz Komplexität

Insbesondere bei grossen und komplexen Projekten ist die Kommunikation eine grosse Herausforderung, beispielsweise bei Bauprojekten mit verschiedenen involvierten Parteien. Anhand eines realen Projektes erklärt Andreas, welche kommunikativen Herausforderungen es bei Grossprojekten zu bewältigen gibt.


 

Was ist aus deiner Sicht das Wichtigste für eine gelungene Kommunikation, insbesondere bei grossen und komplexen Projekten?
Andreas: Bei Grossprojekten sind in der Regel mehrere Anspruchsgruppen involviert. Bei einem Bauprojekt sind es beispielsweise diverse Behörden, Anwohnende, Interessensgemeinschaften, Bauherrschaften usw. Diese müssen in das Projekt einbezogen und dabei deren Bedürfnisse berücksichtigt werden. Und natürlich braucht es eine transparente Kommunikation mit Planung. Hinsichtlich der Komplexität braucht es klare Botschaften nach aussen, damit das Projekt oder das Vorhaben für alle Ebenen verständlich ist.

Kannst du uns ein Beispiel nennen, bei dem die Kommunikation eine wichtige Rolle spielte?
Ein gutes Beispiel ist das Projekt Westast Biel, für das wir gemeinsam mit FR & Partner das Sekretariat des Dialogprozesses führen durften und für die Medienarbeit verantwortlich waren. Im Projekt um den umstrittenen Westast Biel haben sich politische Gruppierungen aus unterschiedlichen Lagern auf einen gemeinsamen Dialogprozess verständigt. Schweizweit war es einer der ersten so breit angelegten Dialogprozesse.

Was waren kommunikative Herausforderungen in diesem Projekt? Wie wurden diese gemeistert und was waren die Erkenntnisse daraus?
Das Anspruchsgruppen-Management war eine grosse Herausforderung. Mit der Dialoggruppe brachten wir die Beteiligten (z.T. waren es bis zu 50 Personen) gemeinsam an einen Tisch.

Auch medial stiess das Projekt auf grosses Interesse. An regelmässigen offiziellen Points de Presse informierten wir Medienschaffende über die wichtigsten Entwicklungen im Prozess unter Einbezug der Dialoggruppen.

Mit der Kommunikation wird auch oft die Partizipation in Verbindung gebracht. Was ist der Unterschied?
Das Ziel der Partizipation ist es, mit einfachen Mitteln die verschiedenen Stakeholder eines Projektes zu Beteiligten machen. Es gibt verschiedene Arten der Partizipation, beispielsweise ein Workshop oder ein umfangreicherer Dialogprozess wie beim Westast Biel. Mit Partizipation können bei Projekten bereits in einer frühen Phase möglichst gemeinsame Nenner gefunden werden. Partizipation sollte nur als Instrument genutzt werden, wenn sich die Beteiligten auch wirklich einbringen können. Für eine gelungene Partizipation ist glaubhafte Kommunikation eine Grundlage.

Wie verändert sich die Medienarbeit / Medienlandschaft in Zukunft und welche Aspekte der Kommunikation werden deshalb immer wichtiger?
Auf den Redaktionen herrscht bereits heute ein «grosser Druck». Einerseits arbeiten Journalistinnen und Journalisten immer häufiger vom Schreibtisch aus, Redaktionen fusionieren (Beispiel: der Bund und die Berner Zeitung) und der Rückgang bzw. die Konzentration der Medienunternehmen ist real. Hinzukommen multimediale Inhaltsangebote, also dass Beiträge heute nicht nur in Print-Ausgaben oder online, sondern auch vermehrt für Social Media aufbereitet werden.

Die Redaktionen werden täglich mit News und Medienmitteilungen aus der ganzen Welt überflutet. Zukünftig wird es noch wichtiger, die persönlichen Kontakte zu den Redaktionen und den Journalisten zu pflegen. 

Unser Angebot - Workshop (politische) Kommunikation
Insbesondere in kommunalen Projekten mit verschiedenen Anspruchsgruppen kann Partizipation und Kommunikation eine tragende Rolle spielen. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit FR & Partner einen adaptierbaren Workshop entwickelt. In diesem vermitteln wir, worauf es bei einer wirksamen Partizipation und Kommunikation ankommt.

Mehr dazu erfahrt ihr unter diesem Link